Fliehende


Vertrieben sind wir mit Dir von deiner Erde,
Nicht zieret mehr dein Antlitz unsere Welt.
Lange schon musst' fliehen ein jeder
Der deine Stimme in sich höret,
Fliehen vor des Todes Leere,
Die den Deinen die Luft zum Atmen nimmt,
Ernähret gar von deinem Untergange sich
Im Wahne höchster Effizienz.

...Weichen müssen immer schon,
Seit deiner Liebe Tau
Auf unser Seele dürrem Acker,
Vieler Hoffnung keimen ließ,
Auf daß sie einst in ungewisser Ferne
Ihre Blüten trägt.

Weichen, immer schon,
Hinter Mauern sich verstecken,
Und bis zur Selbstaufgabe sich verleugnen,
Um nicht den Hass der Welt an sich zu spüren.

Nur hier darfst du im Herzen deiner Diener,
Mit Ihnen sein, der der Du bist!
Nur hier erträgt der Hass von Gäa's Söhnen,
Deine Präsenz auf Erden,
Da Du vertrieben von der Erde Antlitz
Ins Gefängnis deiner Tempel gingst.

Hier darf der Himmel in den heiligen Hallen walten,
Auf dem Felde aber erschlägt der Kain den Abel immerfort,

Auf bloßem Felde erträgt man Dich und deine Söhne nicht.

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