Des Himmels Segen

Da stand Sie rechts in den Bänken. 
Das Haar blumig, lockig, leicht.
Ich wußte nicht, daß mich Ihr Blick bald treffen würde.
Ich wußte nur, Sie könnt es sein.

Viel hab ich Federn lassen müssen,
Eitler Pfau und grauer Sperling wahr.
Nicht leben wollt ich, nicht leben kann ich ohne deine Liebe
Fürwahr, nicht mehr in dieser kalten Welt.

Und doch, Du hast erneut Dich zugewandt,
Die Hand gereicht ein weiteres Mal.
In Deinem Hause saß ich, Dich in mir suchend.
Du warst zugegen ja, wie schon so oft,
Doch dieses mal schaust mich gar an.

Ihr Blick mich sanfte traf,
Mein Herz ward wach gerufen.
Unruhig, aufgeregt Sie war,
Durchdringend meine Nebelwand.

Wer ist Sie, diese holde Löwenmutter,
Mit Ihren Kindern hier und dort, ich kenn Sie doch?
Da sank der Schleier endlich von meiner trüben Linse
Und ich wußt' sofort, Du hast Sie mir gezeigt.

Ein Herz ich mußte fassen mir,
Ich tat es und sprach erneut Dich an.
Wir hatten schon ein erstes Schnuppern,
Hallo und Blicke zum Balkone drüben,
Der Rotwein auf der Gartenbank.

Und doch war ich so tief verwundet noch,
Daß alles wieder sanft entgleiten sollte.
Kein weiteres Treffen,
Kein Abschied den verdient wir Beide hatten,
Heute wissen wir warum.

Du lenkst die Geschicke, die Stern am Himmel
Und diesen Einen hast Du mir geschenkt.
Ich hoffe, daß ich Ihrer würdig mich erweisen werde,
Ein neues Leben, Ein neuer Sinn.
Das Herz das ich vor einem Jahr mir faßte,
Es war das Deine und nicht vergebens hoffentlich.

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