Teufung

Ich trage den Tod in mir,

Er läßt mich nicht mehr los.

Er will das Leben nehmen mir,

Das Flüchtige,

Von Dir geschenkt.


Noch bin ich nicht bereit zu gehn,

Noch spüre ich Dein Ja,

Sehe nicht Dein Nicken.

Doch immer näher tritt er mir,

Reicht mir die Hand,

Wie ein Freund.

Doch klapprig ist sie,

Knöchern dürr,

Und mager sein verschmitztes Lächeln.


Schwer ist's zuweilen,

Dem Angebot zu widerstehen.

Düster die Tage heil zu überstehen,

Da ich Dein Antlitz misse,

Dein tröstend Blick mir fehlt.


Das ist die Stunde,

Da sein Angriff beinahe fruchtet,

Des Todes süßer Fäulnisduft

Geborgenheit mir giftet.


Doch noch ist dieser Tag nicht ganz durchdrungen,

Von seiner Finsternis,

Der falschen Hoffnung,

Dem Ende allen Leids.


Noch geht dein Licht nicht unter,

in meinem Herzen,

So fern auch bist,

Zu dieser Stunde.

Welch ein Graus.

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